Kampagnen-Seite "Ich bin NICHT behindert, ich WERDE behindert!" des SoVD - Sozialverband Deutschland e.V. - Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.

Aktionstage

Programm „Ich bin nicht behindert, ich WERDE behindert!“
in Bochum am 13.September 2016

12:00 UhrBeginn der Veranstaltung
12.45 UhrBegrüßung durch die SoVD-Bezirksvorsitzende Jutta König
13.00 UhrRede von Franz Schrewe, SoVD-Landesvorsitzender NRW
13.20 UhrTalkrunde zum Thema Barrieren. Gäste: Buchautor Janis Mc David ("Dein
bestes Leben"), Bochums Bürgermeisterin Gabi Schäfer, Herr Hirschmann,
Blindenverband, die SPD-Landtagsabgeordnete Elisabeth Müller-Witt und der
CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Behindertenbeauftragte der
Bundesregierung, Hubert Hüppe
Moderation: Dr. Michael Spörke, Leiter Sozialpolitik SoVD NRW
14.15 UhrSozialberater des SoVD im Gespräch mit Landespressesprecher Matthias Veit:
Wer kommt zu uns in die Beratung, wie helfen wir vom SoVD?
Weitere Gespräche und Beiträge im Anschluss
16.00 UhrEnde der Veranstaltung/Ausklang

Der Inhalt des Hauptprogramms wird von Gebärdendolmetschern übersetzt, damit auch gehörlose Menschen der Veranstaltung folgen können.

Alle Informationen zu unserer Kampagne, etwa das Interview mit unserem Kampagnen-Modell Anthony, Betty, Christine u.v.m. finden Sie auf www.ich-werde-behindert.de

Fakten und Hintergrund zur Kampagne

  • Bundesweit gerechnet ist die Behinderung bei gerade mal vier Prozent aller Betroffenen angeboren. Ungleich häufiger sind Unfälle und Erkrankungen die Ursache für eine Behinderung. Es sind Schicksalsschläge, die jeden treffen können, egal welchen Alters, egal welcher Herkunft.
  • In NRW leben 2,8 Millionen Menschen mit einer Behinderung.
    Sie können sich auf das Diskriminierungsverbot im Grundgesetz berufen.
    Zusätzlich gilt seit 2009 in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention, kurz UN-BRK.
  • Als Sprachrohr der Betroffenen kritisiert der Sozialverband Deutschland die zögerliche Umsetzung dieser Konvention, grob gefasst das umfängliche Recht auf Nicht-Diskriminierung und gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft, ob in der Schule, auf dem Arbeitsmarkt oder etwa bei kulturellen Angeboten (Barrieren überall).
  • Der SoVD NRW fordert, dass die Landesregierung die UN-BRK beherzt und mit einem klaren Fahrplan und verbindlichen Vorgaben umsetzt und finanziert. Mit der Kampagne „Ich bin nicht behindert, ich WERDE behindert“ soll der Handlungsdruck auf die Politik in NRW verstärkt werden
  • Wer beim Bau gegen Vorgaben zur Barrierefreiheit verstößt, begeht nach geltendem Recht in NRW nicht mal eine Ordnungswidrigkeit.
  • Wer trotz der Beschäftigungspflichtquote keine Behinderten einstellt, kann sich als Arbeitgeber günstig mit einer Ausgleichsabgabe frei kaufen.
  • Wer als Schüler mit Förderbedarf in der „falschen“ Gegend wohnt, dem bleibt nur die Sonderschule – weil Alternativen dazu gar nicht überall in NRW angeboten werden
  • Der SoVD NRW hat im Rahmen seiner Kampagne „Ich bin nicht behindert, ich WERDE behindert“ sechs Menschen zu einem professionellen Foto-Shoot eingeladen. Sie alle „haben“ eine Einschränkung, „fühlen“ sich aber oft und vielerorts zusätzlich „behindert“. Christine (aus Dortmund), Betty (aus Neuss), Jessy (aus Essen), Paula (aus Wuppertal), Miriana (aus Dortmund) und Anthony (aus Bielefeld) sind also die „offiziellen Gesichter" der SoVD-Kampagne. Ihre Geschichten kann man sich in Form von Interviews auf der Kampagnen-Homepage www.ich-werde-behindert.de anhören bzw. anschauen, denn Christine und Jessy sind zum Beispiel gehörlos. Bei Paula, die das Down-Syndrom hat, hat "Mama" uns die Situation geschildert. Sie alle unterstützen die Forderungen des SoVD NRW und sie alle haben uns erzählt, auf welche Barrieren sie tagtäglich stoßen, ob auf dem Weg zum Arzt, im Lebensmittelgeschäft, in der Bank oder etwa der Uni.
  • Jeder kann bei der Kampagne des SoVD NRW durch ein eigenes Foto auf der Kampagnen-Homepage mitmachen. Auch offline, vor Ort in den Aktionsstädten führen wir die Foto-Mitmach-Aktion durch
  • Die Kampagne des SoVD NRW hat prominente Unterstützer, wie etwa die Kabarettistin, Moderatorin und Buch-Autorin Gaby Köster

SoVD NRW - Damit Teilhabe kein Versprechen bleibt, sondern ein Zustand wird.






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